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ChatGPT und KI im Anwaltsberuf – Effizienz steigern, Risiken minimieren
Autor:
CASUS
·
4 min
Lesezeit
ChatGPT und KI im Anwaltsberuf – Effizienz steigern, Risiken minimieren
Künstliche Intelligenz verändert die juristische Arbeit grundlegend. KI-gestützte Tools wie ChatGPT ermöglichen es Anwält:innen, Routineaufgaben zu automatisieren, umfangreiche Rechtsrecherchen in Sekundenschnelle durchzuführen und Verträge effizienter zu prüfen.
Doch wie lässt sich AI für Anwälte sinnvoll in den Kanzleialltag integrieren? Welche Chancen bietet sie für Rechtsabteilungen – und welche Risiken müssen berücksichtigt werden? Während KI die Effizienz von Jurist:innen steigern kann, bleibt der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Daten eine zentrale Herausforderung für Kanzleien und Rechtsabteilungen.
KI in der juristischen Praxis – die drei wichtigsten Anwendungsbereiche
Die Nutzung von Legal AI ist in Kanzleien und Rechtsabteilungen längst keine Zukunftsvision mehr. In diesen drei Bereichen hat sich der Einsatz von KI-gestützten Tools bereits bewährt:
1. Effiziente Rechtsrecherche
Traditionelle Rechtsrecherche kann zeitaufwendig sein. KI-gestützte Such- und Analysetools beschleunigen diesen Prozess erheblich, indem sie relevante Urteile, Kommentare und Gesetze schneller auffindbar machen.
Auch laut der Anwaltsrevue (2023) können KI-Modelle „bei der Datenanalyse und Informationsbeschaffung unterstützen“, jedoch bleibe es weiterhin Aufgabe von Anwält:innen, diese Informationen zu bewerten, zu interpretieren und in ihren rechtlichen Kontext einzuordnen. Das bedeutet, dass KI eine effiziente Unterstützung sein kann, aber keine eigenständigen juristischen Entscheidungen trifft.
Vorteile von KI-gestützter Rechtsrecherche:
Schnellere Bearbeitung von Rechtsfragen durch intelligente Suchalgorithmen
Automatische Identifikation relevanter Urteile und Gesetzesänderungen
Höhere Präzision durch kontextbezogene Ergebnisse
2. Automatisierte Dokumentenerstellung
Die Erstellung von Verträgen, Schriftsätzen und Gutachten nimmt in Kanzleien und Rechtsabteilungen viel Zeit in Anspruch. KI-gestützte Dokumentenerstellungstools helfen, Dokumente zu automatisieren, Standardtexte effizienter zu erstellen und zu prüfen, indem sie vordefinierte Vorlagen oder gezielte Fragen nutzen und relevante Daten automatisch einfügen.
Durch den Einsatz von automatisierter Dokumentenerstellung sparen Jurist:innen nicht nur Zeit, sondern minimieren auch Fehler, erhöhen die Standardisierung und erleichtern die Zusammenarbeit mit anderen Teams – gerade auch mit dem Business.
Warum das wichtig ist:
Reduktion manueller Arbeit → Mehr Zeit für juristische Kerntätigkeiten
Fehlervermeidung & Risikominimierung durch standardisierte Vorlagen und automatische Datenintegration
Höhere Compliance durch strukturierte Workflows und zentral aktualisierte Vorlagen
Für uns ist klar: während KI die Dokumentenerstellung erleichtert, soll dennoch die endgültige juristische Prüfung und Verantwortung weiterhin bei den Anwält:innen liegen.
3. Automatisierte Dokumentenprüfung und Vertragsanalyse
Vertragsprüfungen sind oft zeitintensiv und fehleranfällig. KI-gestützte Vertragsanalysen helfen dabei, Risiken zu identifizieren, potenziell problematische Klauseln hervorzuheben und Verbesserungsvorschläge zu liefern.
Die Nutzung von KI zur automatisierten Vertragsprüfung verspricht nicht nur eine Steigerung der Effizienz, sondern auch eine höhere Qualität der Analyse. Statt einen Vertrag manuell durchzugehen, können Anwält:innen nun von intelligenten Algorithmen profitieren, die Unstimmigkeiten, fehlende Klauseln oder potenzielle Haftungsrisiken in Sekunden identifizieren.
Wie KI die Vertragsanalyse verbessert:
Identifikation potenzieller Risiken in Vertragsklauseln
Vorschläge für alternative Formulierungen basierend auf Best Practices
Automatischer Abgleich mit internen Standards (Benchmarking)
Datenschutz und Berufsgeheimnis: Der entscheidende Faktor beim Einsatz von KI in Kanzleien
Der Einsatz von ChatGPT und Legal AI in Kanzleien bringt nicht nur Vorteile, sondern auch erhebliche Herausforderungen – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, das Berufsgeheimnis und regulatorische Anforderungen.
Viele gängige KI-Modelle, darunter ChatGPT, sind cloudbasiert und verarbeiten Eingaben auf externen Servern, oft ausserhalb der EU. Dies stellt für Anwaltskanzleien ein erhebliches Risiko dar, da sensible Mandantendaten verarbeitet und möglicherweise gespeichert werden könnten. Eine unbedachte Nutzung solcher Systeme kann gegen datenschutzrechtliche Vorgaben wie die DSGVO verstossen und im schlimmsten Fall eine Verletzung der anwaltlichen Schweigepflicht darstellen.
CASUS: KI speziell für Anwält:innen – mit höchsten Datenschutzstandards
Bei der Nutzung von KI in Kanzleien und Rechtsabteilungen sind Vertraulichkeit und Sicherheit oberstes Gebot. CASUS wurde speziell für die juristische Praxis entwickelt und gewährleistet höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards.
Was CASUS für Kanzleien und Rechtsabteilungen bietet:
KI-gestützte Vertragsprüfung & Dokumentenanalyse, um Risiken zu erkennen, Fehler zu vermeiden, fundierte Entscheidungen zu treffen
Automatisierte Dokumentenerstellung
ChatGPT in geschützter Umgebung – speziell für Anwält:innen, ohne Datenschutzrisiken
Automatisierte Prozesse & Workflows – effizientere Abläufe ohne manuelle Fehler
Mit CASUS können Kanzleien die Vorteile von KI nutzen, ohne Kompromisse beim Datenschutz oder dem Berufsgeheimnis einzugehen.
Fazit: KI verändert die Rechtsbranche – aber mit Bedacht
Kanzleien, die KI gezielt und strategisch einsetzen, werden langfristig effizienter arbeiten und wettbewerbsfähiger bleiben – während diejenigen, die ausschliesslich auf manuelle Prozesse setzen, zunehmend ins Hintertreffen geraten. KI ersetzt also keine Anwält:innen, aber sie kann ihre Arbeit effizienter, präziser und zukunftssicher gestalten.