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Warum exzellente User Experience für AI-Anwendungen entscheidend ist
Autor:
CASUS
·
3 min
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Warum exzellente User Experience für AI-Anwendungen entscheidend ist
Technologie soll Arbeitsprozesse erleichtern – doch allzu oft führt sie zu neuen Herausforderungen. Komplizierte Benutzeroberflächen, schwer verständliche Funktionen oder lange Einarbeitungszeiten machen viele Tools weniger effizient, als sie sein könnten.
Besonders in Bereichen, in denen Präzision und Zeitdruck eine Rolle spielen, ist ein intuitives Benutzererlebnis (sog. User Experience oder UX) entscheidend. Software sollte so gestaltet sein, dass sie sofort verständlich ist und sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integriert.
In der Rechtsbranche ist das besonders wichtig. Jurist:innen arbeiten mit komplexen Dokumenten und benötigen Werkzeuge, die sie unterstützen, anstatt sie auszubremsen. Lange Schulungen oder umständliche Workflows bedeuten Zeitverlust – und in einem Umfeld, in dem Effizienz zählt, ist das ein entscheidender Nachteil.
User Experience ist daher kein „nice-to-have“, sondern eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Technologieeinsätze.
Warum User Experience über den Erfolg von AI-Tools entscheidet
Die Einführung neuer Software scheitert oft nicht an der Technologie selbst, sondern an ihrer Akzeptanz durch die Anwender:innen. Wenn eine Anwendung zu kompliziert oder wenig intuitiv ist, wird sie nicht genutzt – egal, wie leistungsfähig sie in der Theorie sein mag. Besonders bei AI in der Rechtsbranche sind zwei UX-Aspekte entscheidend:
1. Niederschwelliger Einstieg und einfache Bedienung
Schnelle Integration: Eine gute UX sorgt dafür, dass keine aufwendigen Schulungen nötig sind, bevor ein Tool produktiv genutzt werden kann.
Klar strukturierte Workflows: Intuitive Bedienung reduziert den Zeitaufwand für technische Fragen und steigert die Effizienz.
Hohe Akzeptanz im Team: Wenn eine Software einfach zu bedienen ist, setzen Mitarbeitende sie auch tatsächlich ein – und schöpfen das volle Potenzial aus.
Komplizierte Software führt dazu, dass Nutzer:innen lieber auf gewohnte, manuelle Prozesse zurückgreifen. Ein gutes UX-Design verhindert genau das, indem es die Nutzung so einfach und selbstverständlich wie möglich macht.
2. Transparenz und Kontrolle bei KI-Anwendungen
Die grösste Hürde bei der Einführung von KI in Kanzleien und Rechtsabteilungen ist oft nicht die Technologie selbst, sondern das Vertrauen in ihre Ergebnisse. Viele AI-gestützte Tools werden als Black Box wahrgenommen – und das macht sie schwer nachvollziehbar.
Drei UX-Prinzipien sind deshalb entscheidend, um AI-Tools erfolgreich in juristischen Arbeitsprozessen einzusetzen:
Nachvollziehbare Entscheidungsprozesse: Jurist:innen sollen verstehen, wie und warum eine AI eine bestimmte Empfehlung oder Analyse liefert.
Einfache Interaktion: Die besten AI-Tools ermöglichen es Anwender:innen, Vorschläge mit wenigen Klicks anzunehmen, anzupassen oder abzulehnen.
Volle Kontrolle für den Menschen: KI kann unterstützen, aber nicht autonom entscheiden. Die Technologie muss sich an die Bedürfnisse der Nutzer:innen anpassen – nicht umgekehrt.
UX spielt also eine zentrale Rolle dabei, AI-Anwendungen zugänglich, verständlich und produktiv einsetzbar zu machen.
Fazit: UX ist der Schlüssel für erfolgreiche Anwendungen von AI in Legal Teams
Technologie bringt nur dann einen echten Mehrwert, wenn sie genutzt wird. In der Rechtsbranche bedeutet das: Ohne exzellente UX bleibt selbst die beste AI ungenutzt.
Besonders bei KI-Anwendungen entscheidet die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob eine Technologie als hilfreiche Unterstützung wahrgenommen wird oder als kompliziertes System, das den Arbeitsalltag erschwert. Legal Tech kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine reibungslos funktioniert.